Navigieren in den Ostsee Schären – nicht einfach

thumb_steffi_navigation_helpSteffi und ich waren das erste mal in den sogenannten Schärengärten der Ostsee mit unseren beiden Kajaks unterwegs. Wie schon öfter erwähnt in dem Gebiet rund um Västervik. Dem dort zugenannten Schärengebiet werden knapp 1.000 Schären (Inselchen vom Stein bis zum 20 m hohen Granitfelsen) zugesprochen. wow – gar nicht mal so wenig.  Zum Thema der  Navigation bin ich allerdings relativ großspurig und entspannt an die Sache herangegangen, so unter dem Motto das wir uns schon nicht verirren werden und et kütt wie et kütt 🙂

Sicherheitshalber haben wir uns dann aber doch im Point 65° Kajak Shop in Göteborg eine Karte des Gebietes St Anna & Gryt vom Calazo Verlag gegönnt. Die kostete dort 149 kr und erwies sich als sehr gute Investition. Beidseitig auf Tyvek gedruckt, zeigte uns die Karte im Maßstab 1:50.000 (2cm = 1 km) was für ein Irrgarten uns dort erwarten würde.  Nach Gesprächen mit anderen Paddlern die schon etwas öfter in den Schären unterwegs waren kristallisierte sich als Mastertip das ununterbrochene Abgleichen der Küsten/Insellinie mit der Karte. Hört sich eigentlich logisch an, ist aber in der Praxis trotzdem sauschwer umzusetzen. Das Problem dabei sind die Entfernungen. Wenn dabei aus ca 50 cm Sichthöhe noch, sich verschneidende Insel bzw Landzungen, hinzu kommen ist es fast unmöglich einigermaßen sicher zu bestimmen ob vor einem jetzt eine kleinere bewaldete Insel oder ein größeres Eiland auftaucht. Richtige Fixpunkte gibt es unterwegs leider auch nicht. Dummerweise zeigen die Karten keine Beschilderungen (Schiffahrt) und Überlandkabel, die die Bewohner der Schären mit Strom versorgen. Es gibt viele Situationen wo es sich empfiehlt wirklich bis auf 5 m an eine Schlüsselstelle zu fahren um diese zu überprüfen.

Beispiel: Die kleinere Schäre Värso kann umrundet werden. An ihrer Nordost Ecke soll es eine Durchfahrt geben (siehe Karte). Auf der Karte ist dieser auch Problemlos zu erkennen. Auf dem folgenden Satelittenbild wird es schon etwas deutlicher, das dieser unter Umständen nicht so einfach zu erkennen ist. Wenn jetzt noch aus einem anderen Winkel und Kajaksichthöhe 50 cm versucht diesen Durchlass im Schilf zu erkennen? Unmöglich!

Hier hilft wirklich nur das Hinfahren und genaue überprüfen. Kilometerpaddeln/Strecke machen kann man so vergessen. Ist aber nicht schlimm, schließlich gibt es eine grandiose Naturlandschaft zu bewundern. Eine sichere Navigation ist deshalb, meiner Meinung nach, nur mit einem GPS Gerät und einer guten Karte möglich. Für unseren nächsten Paddelurlaub in Schweden werden wir jedenfalls ein GPS Gerät (Beispiel) anschaffen.

PS: Der kleine Durchlass war ca 90 cm breit, leicht geschwungen und selbst so auf den ersten Blick, unmittelbar davor, nur sehr schwer zu erkennen.

Oli

Dahinter verbirgt sich Oliver Walther, ein Internetenthusiast aus Unna. Neben ganz viel Themen rund um das Kajak fahren und Outdoor sein, soll dieser Blog ein bunter Mix vieler spannender Themen sein. Neben der Erreichbarkeit über das Kontaktformular kann alles auch via Twitter verfolgt werden ;-) Wer sich für alles rund um Autos und Motorsport interessiert wird in meinem anderen Blog Der Auto Blogger fündig.

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